Wenn Stress den Körper beherrscht

Ganz, fast unmerkbar langsam, trat er in unser Leben, nahm immer mehr zu und bestimmt besonders mein Leben: der Stress!

Seit drei Jahren ist er in meinem Körper. Anfangs nahm ich ihn nicht wahr, konnte sehr gut mit ihm Leben – etwa 2 1/2 Jahre, doch dann nahm mit beginn des Jahres von mir Besitz, der emotional belastende Stress, dem ich kaum ausweichen konnte, da der Auslöser in meinem direkten Umfeld zu finden war.

Vieles hatten wir versucht, unter anderem auch den Ortswechsel, aber es brachte nicht den erwünschten Erfolg,  da bei einer nahestehenden Person die Vergangenheit nicht mit unserer Unterstützung aufgearbeitet werden konnte.

Die Folge bei mir waren/sind unerklärliche Schmerzen, die sich in den Muskeln und Gelenken nach und nach im ganzen Körper ausbreiteten. Erst schmerzte mal das Handgelenk, dann die Füße oder Knie, die Finger schwollen an, der gesamte Nacken- und Schulterbereich war eine Dauerschmerzstelle. Der Gang zum Arzt brachte auch keine Diagnose. „Alle Werte bestens. Es könnte eine beginnende Arthrose sein.“
Eine Arthrose, die im gesamten Körper fast zeitgleich beginnt, war für mich keine zufriedenstellende Antwort.
Es ging mir immer schlechter. Ich bewegte mich morgens wie eine 80jährige Frau. Schlich ins Bad, konnte mich nur unter Schmerzen waschen und anziehen. Die Treppen hinunter, um auf die erste Hunderunde zu gehen, ging ich im Nachstellschritt. Ganz geduldig wartete Stella, bis ich endlich bei ihr war. Sie merkte, dass es mir nicht gut ging und passte sich mir an, obwohl sie eigentlich lieber rennen und toben wollte, so wie sonst immer. Fast täglich nahm ich morgens Schmerztabletten, um wenigstens einigermaßen beweglich auf der Arbeit sein konnte.
Ich bin glücklich, dass ich einen Job habe, in dem ich mal sitzen, aber mich auch viel bewegen kann. Denn je mehr ich in Bewegung komme, umso besser geht es mir. Kommt der Körper am Abend zur „Ruhe“, so beginnen nach und nach die Schmerzen wieder. Keine Nacht schlafe ich durch, da ich beim Versuch mich umzudrehen von den Schmerzen wach werde.
Mein lieber Mann hat Probleme, das ganze zu verstehen, denn eigentlich bin ich laut Befund gesund. Warum geht es mir dann so schlecht?

… Seit einer Woche gibt es nun eine Veränderung. Die wichtige Person in unserem Leben bekommt nun externe Unterstützung. Eine große Last fällt damit ab und wir setzen große Hoffnung rein, dass es nun in den nächsten Monaten gut wird.

WP_20150608_001

Tja, und was meint ihr, wie es mir nun geht? – Richtig, es beginnt mir besser zu gehen. Na klar sind noch weiter Schmerzen vorhanden, aber bei weitem nicht mehr so stark und ich komme ohne Tabletten aus. Ich starte immer noch recht steif in den Tag, aber nach ein paar Schritten in der Wohnung geht es und Stella freut es auch! Die letzte Nacht habe ich zum ersten Mal durchgeschlafen. Ich habe heute morgen echt krampfhaft überlegt, ob ich irgendwann mal wach war. Aber die Antwort lautet „nein“. Heute schmerzt auch nur das Handgelenk und das Knie. Bis mittag wird das aber sicherlich vorbei sein.

Die verdrängten Lebensgeister werden in mir wieder wach. Ich mache die Sachen nicht mehr nur, weil sie notwendig sind, sondern weil sie wieder Spaß machen!

 

Advertisements

5 Gedanken zu “Wenn Stress den Körper beherrscht

  1. Liebe Heike, ich wünsche Dir weiterhin einen guten Weg, der all die Probleme vielleicht nicht behebt, Dein Unterbewußtsein aber stark entlastet. Mir ging es vor 11 Jahren ähnlich, habe mich von den Problemen trennen müssen, danach ging es mir zwar eine Zeit schlechter, aber ich hatte Hilfe und mir ging es besser. Die Wehwehchen die jetzt eintreten sind halt Altersbedingt *gg*.
    LG aus der alten Heimat Schaumburg nach Föhr.
    Birgit

  2. Psychische Belastungen verursachen sehr oft körperliche Schmerzen. Es freut mich, dass du diese Belastung nicht mehr hast. So geht es ganz bestimmt auch körperlich wieder aufwärts. Alles Gute für dich.

  3. Ich freue mich für dich, dass es dir langsam wieder besser geht!
    Liebe Grüße – Veronika, die einige Zeit auf der tollen Insel gelebt hat.

  4. Erst mal tut es mir sehr leid, dass es für Dich solche unlösbaren Probleme gab und dass sich dieser psychische Druck so schwerwiegend auswirkte. Man kann es sich ja kaum vorstellen wie stark die Psyche unser Leben beeinflusst. Umso mehr freue ich mich für Dich, dass es nun einen Lichtblick gibt und dass es Dir besser geht. Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!
    LG Gabi

⚓ Ich freue mich über deinen Kommentar ⚓

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s